Bulgarische Schlößer

Schlößer, die Bulgarien vor Jahrhunderten schutzten.

Bulgarien liegt an der Kreuzung der Volken, was zu zahlreichen Kriegen führte. Das bulgarische Volk hat mit Byzantiner, Kreuzritter und Ottomanen gekriegt. Aus diesem Grund wurden viele atemberaubende Schlösser in verschiedenen Epochen gegründet. Obwohl einige in Vergessenheit geraten sind, gibt es noch gut erhaltene Festungen aus der Zeit des zweiten bulgarischen Reiches. Hier sind ein paar von ihnen.

 

Zarewez die Festung der Keiser

Zarewez ist vielleicht das berühmteste Festung Bulgariens, sie befindet sich in Weliko Tarnowo in Nordbulgarien und wurde in den 12. Jahrhundert gabaut. Sie dient als Hauptfestung und stärkste Bullwark zwischen 1185-1393. Dort wohnten der König des bulgarisches Reich und der Patriarch. Heutzutage spielt das Schloss die Rolle einer Touristattraktion.

Laut einer Legende war das Schloss Zarewez in Wirklichkeit eine königliche Münzstätte. Unter die Münzstätte gab es einen Tresor, wo der Scharz der König versteckt wurde. Der Eingang wurde mit einem Steinplatte bedeckt und die Treppe hinunter führt zu einer Eisentor. Dieser Tor ließ sich von niemandem, der sein Geheimnis nicht kennt, öffnen. Nur der König und der Hüter des Schatzes wußten das Geheimnis. Eines Tages als die Ottomanen angegriffen haben, befehlte der König Iwan Schischman seine Diener Alles in dem Tresor zu verbergen. Alle goldene und silbere Münzen, das nichtbearbeitete Gold und Silber und viele Edelsteine wurden im Tresor geschlossen. Nachdem die Ottomanen die Stadt zerstörten, blieb das Tresor unter die Steine, noch nicht geöffnet und voll von Schatz.

 

Festung Assenow

Dieses Schloss wurde nach dem König Assen der II genannt, der es im Jahr 1231 restavrierte. Die Burg ist aber viel älter, sie existiert seit der Zeit der Thraker und wurde von den Byzantiner wiedergebaut. Sie hatte ihr eigenes Verwaltungszentrum und Wächter. Gemäß einer Legende, als die Ottomanen angegriffen haben, briet die Mutter des Königs Konstantins Fisch. Der König sagte, dass wenn der Fisch das Kochen überlebte, würden sie von die Ottomanen getötet werden. Einige Minuten später sprang der Fisch aus der Pfanne ins Wasser. In diesem Moment sagte der König zu seiner Mutter „Steh auf Mutter, wir sollen weg“. Das Schloss ist auch ein der 100 natiolalen touristischen Objekte

 

Festung Baba Vida

Baba Vida ist die am besten erhaltene Festung in Bulgarien. Sie wurde im 10. Jahrhundert auf die Ruinen der römischen Festung „Bolonija“ gegründet.  In den folgenden Jahrhunderten wurde die Festung mehrfach umgebaut und erweitert. Der unbebaute Innenhof der von einem Burggraben umgebenen Festung ist von zwei Festungsmauern umgegeben. Die innere Mauer besitzt vier Haupttürme. Einer Belagerung der byzantinischen Truppen konnte Baba Wida acht Monate lang standhalten, bevor sie zerstört wurde. Unter Iwan Strazimir wurde Baba Wida wiedererrichtet. Nachdem Sie am Ende des 18. Jahrhunderts seine Bedeutung als Festungsanlage verlor, spielte sie als Waffenarsenal und Gefängnis während der osmanischen Herrschaft in Bulgarien nochmals eine bedeutende Rolle. Heute dient die Festung, deren Hauptteil wieder den Originalzustand darstellt, als historisches Museum.

Der Sage nach während der Bau der Festung in Widin regierte einen Zar, der drei Töchter namens Wida, Kula und Gamza hatte. Vor seinem Tod verteilte er sein Königreich unter den dreien. Wida, die älteste der drei, erhielt Widin und die Ländereien im Norden zu den Karpaten, Kula erhielt Zaječar und das Tal Timočka und Gamza erhielt das Land im Westen hin bis zur Morava. Während Gamza und Kula streit- und trinksüchtige Adelige heirateten, blieb Wida unverheiratet und errichtete die Festung in Widin, die daraufhin den Namen „Oma Wida“ erhielt.

 

Euxinograd

Eixinograd ist eine frühere Sommerresidenz des bulgarischen Zars am Schwarzmeer. Sie befindet sich 10km weit von Warna und 2km von Konstantin und Elena. Die Palast bekommt diesen Namen in 1893 von Fürstin Marie Louise. Er stammt aus dem griechischen „Euxeinos Puntos“ – Schwarzmeer und aus dem bulgarischen „Grad/Град“ – Stadt. Also Euxinograd lässt sich Stadt am Schwarzen Meer übersetzen.

Als Fürst Alexander Battenberg I nach dem Kloster „Konstantin und Elena“ gefahren ist, traf er die entscheidung dort eine Sommerresidenz zu gründen. Später wurden einen Weinkeller und einen Park gebaut. Der Weinkeller produziert 3145 Liter ca. 120 Flaschen Wein. Dort gibt es 12 Sorten Weißwein und 7 Sorten Weinbrand zu verkosten. Heutzutage kann man die Palast fast jeden Tag besuchen:

Sommerarbeitszeit – April bis Oktober, von 8:00 bis 20:00 Uhr, Feiertage - keine

Winterarbeitszeit – November bis März, von 9:00 bis 17:00 Uhr, Feiertage – 31. Dezember und 1. Januar

 

Das Schloss von Rawadinowo

Das Schloss von Ravadinovo ist ein sehr ungewöhnliches Gebäude, an einem äusserst ungewöhnlichen Ort. Es steht inmitten eines Feldes gerade neben einer Autobahn. Die Architektur des Gebäudes ist ziemlich extravagant, ungewöhnlich und exotisch für Bulgarien.

Auf dem Weg nach Sosopol bemerkt man plötzlich rechts ein großes „Märchenschloss“ auf. Es ist das Schloss von Ravadinovo, auch als Berg „Verliebt in dem Wind“ bekannt. Das Schloss mit den imposanten Türmen ist ein noch nicht fertiggestellter Neubau, den Vater und Sohn vor 20 Jahren begonnen haben. Man kann den Weinkeller und einen Turm besichtigen und im schönen Park spazierengehen. Es ist noch eine kleine Kapelle da, wunderbare kleine Brunnen, Teiche und Brücken. Im Sommer finden manchmal Konzerte statt.